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Roskilde (Seite 2 von 2)

Friedrich 4. 1671-1730

König von Dänemark und Norwegen, Herzog von Schleswig und Holstein, sowie Graf von Oldenburg und Delmenhorst. Er war der älteste Sohn von Christian 5. von Dänemark und dessen Gemahlin Charlotte Amalie von Hessen-Kassel.

Trotz unzureichender Ausbildung regierte Friedrich erfolgreich, wählte seine Berater persönlich aus und hielt Audienzen, in denen die einfache Bevölkerung zu ihm sprechen und Wünsche vortragen konnte. Er war jedoch durch seine deutschen Eltern ebenso wie durch seine deutschen Mätressen mit der dänischen Sprache wenig vertraut, die er nur bei feierlichen Anlässen benutzte; seine Tagebücher führte er auf deutsch und französisch

Königin Margarethe I.

Königin Margarethe wurde 1412 neben ihrem Vater Waldemar IV. in der Klosterkirche begraben. Doch 1413 wurde Margarethes Leichnam nach Roskilde umgesetzt und während einer dreitägigen Bestattungsfeier erneut begraben. Mit der Grablegung der Königin markierte der neue könig Erich 7. von Pommern, daß der Dom fortan Grabkirche der Regent-innen der kalmarer Union sein sollte.

Die Grabfigur zeigt Margarethe als schlafend. Zeittypisch wird sie sowohl liegend als auch stehend dargestellt. Die Königin ist tot, aber die königliche Gewalt lebt. Margarethe starb im Alter von 59 Jahren, sie wird aber als junge Frau abgebildet.

Dreiflügeliges Rentabel

Die Flügel waren mit Gold überzogen und die Darstellungen sehr plastisch herausgearbeitet. In der untersten Reihe, jeweils in Einzelbildern waren zu bewundern: Mariä Verkündung, Maria mit der Mutter von Johannes dem Täufer, die Hirten beten in der heiligen Nacht, Jesu Beschneidung, die heiligen drei Könige bringen Geschenke, Kinder in Bethlehem werden während der Suche nach dem Christkind ermordert, Josef und Maria flüchten nach Ägypten.

Raphaëlis-Orgel

Die berühmte Barockorgel hat eine einzigartige, altmodische Klangfarbe. Im Mittelalter war das Singen und musizieren ausschließlich den Pfarrern vorbehalten. Gesungen wurde nur in Latein und die Orgel wurde nur zu besonderen Feiertagen gespielt. Nach der Reformation nahm die Kirchenmusik eine zentrale Rolle ein. Die Gemeinde sollte jetzt Kirchenlieder auf dänisch mitsingen. 1554 wurde die Orgel vom holländischen Orgelbauer Raphaëlis umgebaut.

Acht Medaillons zieren die Täfelung der Emporenbrüstung. Diese Verzierungen waren typisch für die Renaissance.

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