Unsere Reisen

Autor: WiP Redakteurin (Seite 1 von 58)

Diebische Ferry

Die Wohngebäude waren der Frauenbereich. Hier arbeiteten sie am Spinnrad, am Webstuhl und strickten Kleidung für die ganze Familie. Als ich die vielen Bügeleisen sah, meinte ich zu Rolf, ich würde mir da heimlich eins mopsen, ich hatte meins nämlich daheim vergessen. Rolf fragte etwas pikiert, wie ich das denn warm bekäme, ob ich es über die Gasflamme halten wolle? Meine pragmatische Antwort war, daß das Ding dermaßen schwer sei, daß allein das Gewicht die T-Shirts glatt bekäme.

Natürlich habe ich KEINS geklaut!!!

Ringofen-Ziegelei

Zuerst war ich erschrocken über die brennöfen, sie erinnerten mich zu sehr an die Leichenverbrennung im 3. Reich, doch als wir uns durch den düsteren Schuppen gekämft hatten, sahen wir draußen Regale voller zum trocknen aufgereihter Lehmziegel.

ABM

Das fünische Dorf ist ein Freilichtmuseum und zeigt 25 ländliche Bauten des 18. Jahrhunderts. Das Museum wurde 1942 zunächst als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gegründet und konnte 1946 seine Pforten öffnen. Das Museum ist als relativ kompaktes Dorf angelegt. Fast alle Bauten sind begehbar. In ihnen wird nicht nur historische Wohnkultur gezeigt, sondern auch alte Handwerke werden hier am Leben erhalten.

Erhobener Zeigefinger

Die Nachhaltigkeit im Alltag steht in diesem Freilichtmuseum absolut im Mittelpunkt. Ständig wurde darauuf aufmerksam gemacht, was wir Neuzeitmenschen an Plastikmüll produzieren, wie verschwenderisch wir mit unseren Ressourcen umgehen usw. Rolf brachte es treffend auf den Punkt:

„So will heute doch kein Mensch mehr leben“

Winter- und Sommermahlzeit

Fleisch gab es nur als Sonntagsbraten, der Speiseplan war von Hering geprägt und eben das, was das Feld und der Garten hergaben. Eier gab es nur im Sommer, im Winter legen die Hühner weniger Eier, weswegen man die zeit nutzte, um Küken ausbrüten zu lassen. Im Winter gab es viel Getreidebrei, Korn konnte man lagern und natürlich Fisch.

Den Fynske Landsby

Im fünischen Dorf bewegt man sich durch eine Umgebung, so wie die Inselbewohner damals auf Fyn lebten. Es war eine gemeinschaft mit begrenzten Ressourcen und einer zirkulären Lebensform. Die Rohwaren waren teuer und einige von denen waren für den einfachen Bauern nicht zugänglich, da nicht erschwinglich. Daher wurde das meiste selbst produziert und soviel wie möglich repariert und wieder benutzt.

Schnitzkunst

Ich habe mich gefragt, wie die Wikinger die Bögen für ihre Boote so exakt hinbekommen haben, bedenkt: wir befinden uns im Jahr 800, von Kettensäge und Stichsäge sind wir noch seeeehr weit entfernt. Die sind tatsächlich durch den Wald gepirscht und haben sich Bäume ausgesucht, die für ihre Vorhaben geeignet sind, damit sie eben weniger schweißtreibende Arbeiten erledigen mussten. Gewußt wie!

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