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Kopenhagen (Seite 1 von 2)

Wachablösung

Auf dem Platz mit dem Reiterstandbild waren mit andersfarbigen Ziegeln Laufwege gepflastert. Die Wachablösung fand militärisch korrekt auf eben diesen Laufwegen statt. Eine Gruppe von vier Gardisten, angeführt durch einen Leutnant marschierte bis etwa zwei Meter vor das nächste Wachhäuschen, da präsentierten sie das Gewehr, einer aus der Gruppe löste sich und trat sehr dicht auf den abzulösenden Soldaten zu, vermutlich erfolgte eine kurze Übergabe, so lange wie die beiden Nase an Nase standen, dann marschierte der Feierabend-Gardist in die Reihe und weiter ging es im Text, bis alle vier Ecken abgelöst waren.

Amalienborg

An der Stelle der heutigen Residenz befand sich ursprünglich ein von Friedrich III. 1669 bis 1673 für Sophie-Amalie von Braunschweig-Lüneburg errichtetes Lustschloß. Der König starb 1670 und erlebte die Fertigstellung des Baus nicht mehr. Sophie-Amalie lebte dort bis zu ihrem Tod 1685. 1689 kam es zu einem folgenschweren Brand in einem benachbarten Theatergebäude, der sich auf die Amalienborg ausweitete, das Schloß zerstörte und 171 Menschen das Leben kostetet. Unter den Toten befand sich auch der Komponist Johann Lorentz. Der Bauplatz, der sich innerhalb der Kopenhagener Stadtmauern befand, lag anschließend mehrere Jahre brach. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde unter Friedrich V. anlässlich des 300 jährigen Bestehens des Hauses Oldenburg ein neues barockes Schloß in Auftrag gegeben.

Nyhavn

Der 1673 fertig gestellte Kanal wurde in Auftrag gegeben, um einen Stichkanal vom Kopenhagener Hafen zum Platz Kongens Nytorv zu schaffen. Die farbenfrohen Giebelhäuser an beiden Seiten des kleinen Hafenarms entstanden vorwiegend im 18. Jahrhundert. Das Hafenmilieu brachte frühzeitig zahlreiche Tavernen hervor und die Gegend ist noch heute eines der bekanntesten Vergnügungsviertel Kopenhagens. Hans Christian Andersen zählte zeitweise zu den Bewohner Nyhavns.

Runder Turm

Dies ist ein astronomischer Turm und Dach ein vielbesuchter Aussichtsturm. König Christian IV. ließ ihn 1637 erbauen. Bestiegen wird er über eine 209 m lange, spiralförmige Rampe, die sich in siebeneinhalb vollen Drehungen um die Turmmitte windet. Diese vier Meter breite Rampe ermöglichte es, Bücher und Instrumente per Pferdewagen anzuliefern. Das Eisengeländer enthält an mehreren Stellen die buchstaben RFP eine Abkürzung für den Wahlspruch Christian IV.

Regnas Firmat Pietas = Frömmigkeit stärkt das Königreich

Der Turm war ein Ersatz für die Sternwarte Uraniborg, die zerstört wurde und an Schweden fiel und beherbergt heute noch das älteste funktionsfähige Observatorium Europas.

Der Turm enthält zwei Latrinen. Die Grube zur Aufnahme der menschlichen Exkremente liegt unterhalb des Erdgeschosses und war so groß, daß sie nur etwa alle 50 Jahre geleert werden mußte – zuletzt geschah das 1921

Rathaus

Das Rathaus wurde 1893 im national-romantischen Stil erbaut. Über dem Haupteingang, der mit neogotischen und neoromanischen Elementen versehenen Zieglsteinmauer befindet sich der Erscheinungsbalkon. Von diesem winkt nicht nur die Königin, sondern auch Sporthelden und andere Personen, die nationalen Jubel auszulösen imstande sind.

Lille Hafrue

Die Sitzfigur auf einem Findling hat ihr Vorbild im Märchen von Hans Christian Andersen. Mit einer Höhe von 1,25 m gilt sie als kleinstes Wahrzeichen der Welt. Der Künstler ließ sich von der Figur der Jeanne d`Arc inspirieren.

Den Kopf gestaltete er nach dem Vorbild der Primaballerina Ellen Price, den Körper nach dem Vorbild seiner Gattin, da Price es abgelehnt hatte, dem Künstler als Aktmodell zu dienen.

Auftraggeber war der Sohn der Carlsberg-Brauerei.

Amor und Psyche

Hierbei geht es um die mythische Liebesbeziehung zwischen dem Gott Amor und der sterblichen Königstochter Psyche, die schließlich unter die Unsterblichen aufgenommen wird.

Psyche ist die jüngste und schönste der drei Töchter eines Königs. Sie ist so schön, daß alle aufhören Aphrodite, die Göttin der Schönheit und der Liebe, zu verehren. Verärgert ruft Aphrodite ihren treuen Sohn Amor und befiehlt ihm, Psyche dazu zu bringen, sich in einen schlechten Mann zu verlieben. Der Vater schickt seine Tochter, wie das Orakel des Gottes Apollon ihm befohlen hat – in einem Brautkleid an eine einsame Bergspitze, auf der sie einen furchtbaren Dämon heiraten soll. Doch anstatt die Gemahlin des Dämons zu werden, wird sie von Zephyr, dem Herrn der Winde, auf Anweisung Amors, der selbst der überirdischen Schönheit der Psyche erlegen ist, in ein märchenhaftes Schloß gebracht.

In diesem Schloß sucht sie Amor Nacht für Nacht auf, doch tagsüber verschwindet er. Da sich Psyche einsam fühlt, gewährt er ihr einen Besuch ihrer Schwestern. Amor warnt sie, daß sie sich nicht überreden lassen darf, herauszufinden, wer er sei.

Natürlich überreden sie die Schwestern, ihm nachts heimlich aufzulauern. Amor fühlt sich verraten und fliegt davon. Aphrodite ist stinksauer, lässt Psyche allerlei unerfüllbare Aufgaben lösen und weil sie ihre Neugier mal wieder nicht Zaum halten kann, öffnet sie ein Kästchen, das nicht für sie bestimmt war und fällt in ein tiefes Koma.

Amor verzeiht, weil er sie immer noch heiß und innig liebt, flattert zurück und vertreibt mit seinem Flügelschlag den Todesschlaf wieder in das Kästchen. Anschließend bittet er Göttervater Zeus darum, Psyche heiraten zu dürfen. Zeus lässt sich erweichen und reicht Psyche Ambrosia, um sie unsterblich werden zu lassen.

Psyche gebiert Amor eine wunderschöne Tochter, welche den Namen Hedone (Wollust) erhält.

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