Unsere Reisen

Panama (Seite 2 von 10)

Schnitzkunst

Ich habe mich gefragt, wie die Wikinger die Bögen für ihre Boote so exakt hinbekommen haben, bedenkt: wir befinden uns im Jahr 800, von Kettensäge und Stichsäge sind wir noch seeeehr weit entfernt. Die sind tatsächlich durch den Wald gepirscht und haben sich Bäume ausgesucht, die für ihre Vorhaben geeignet sind, damit sie eben weniger schweißtreibende Arbeiten erledigen mussten. Gewußt wie!

Schiff ahoi

In Vorbereitung auf das Wikingermuseum habe ich extra das Wiki-Erkennungslied noch schnell auswendig gelernt, um stilgerecht in Stimmung zu kommen: Hey hey Wicki, hey Wicki hey zieh fest das Segel an. Hey hey Wicki die Wickinger sind hart am Winde dran

Seehengst von Glendalough

Mit dem Ende der Wikingerzeit und dem Aufstieg Kopenhagens verlor Roskilde an Bedeutung und die Barriere geriet in Vergessenheit. Im Museum wurden die Wrackteile in original getreue Stahlskelette integriert, um die Größe der Schiffe auf die besucher wirken zu lassen. Da sie vor einem Panoramafenster plaziert sind, scheinen sie im Fjord zu schwimmen. Aus den angefallenen Daten wurden dann verschiedene Nachbauten angefertigt. Der größte Nachbau ist der 30m lange Seehengst von Glendalough. Das Schiff wurde mit traditionellem Werkzeug und den Techniken der Wikingerzeit gebaut und machte seine weiteste Fahrt nach Dublin, wo das Originalschiff 1042 gebaut wurde.

Schiffle

Roskilde war zu dem Zeitpunkt das Zentrum dänischer Macht im Ostseeraum mit entsprechendem Reichtum. An der Pfefferrinne wurde die Sperre angelegt. Dazu wurden fünf Wikingerschiffe unterschiedlicher Bauart mit Feldsteinen beladen und dann in einer bestimmten Anordnung qieer zur Fahrrinne vor Ort versenkt. Dadurch bildeten sie eine für Schiffe unsichtbare und unüberwindbare Barriere. In der Folgezeit wurde das Unterwasserhindernis durch weitere Steinbeschwerungen stabilisiert und gepflegt.

Wikingermuseum

1962 wurden fünf Wikingerschiffe im Roskilde Fjord ausgegraben. Diese um 1070 datierten Schiffe wurden zum Schutz und zur kontrolle der Hauptfahrrinne des Fjords vor feindlichen Angriffen versenkt. Roskilde selbst war danach nur noch über eine tiefe, mäandernde Nebenfahrrinne zu erreichen, die eine gute Ortskenntnis voraussetzte. Im Fall eines Angriffs über See hätte dies einen Angreifer viel Zeit und das Überraschungsmoment gekostet.

Friedrich 5. 1723-1766

Die weiße Kapelle wurde für Friedrich 5. und seine engsten Verwandten errichtet. Die Bauarbeiten begannen 1774 und hätten nur sieben Jahre dauern sollen, aber dem Architekt ging das geld aus und die kapelle konnte nicht fertig gestellt werden. Die Kapelle war für insgesamt fünf Gräber vorgesehen, doch während des Koalitionskrieges von 1807 verarmte Dänemark. Es gab kein Geld für Neubauten, was zu einer Überbelegung der Kapelle führte, wo schließlich 12 Gräber untergebracht wurden.

Friedrich 5. war ein volkstümlicher Landesvater, wenn er auch nicht König sein wollte. Als absoluter Regent hatte er uneingeschränkte Macht, aber in der Praxis trafen seine Berater die meisten Entscheidungen. Unter seiner Regierung erlebte das Land einen wirtschaftlichen Aufschwung. Friedrichs Potential als König wurde jedoch durch seinen Wunsch, beliebt zu sein und seinen Alkoholismus, der sich nach dem Tod von Königin Luise 1751 verschlimmerte, zunichte gemacht. Er trank sich buchstäblich zu Tode.

Prunkvoller Sarkophag Christian 5.

Christian 5. regierte über das Volk und die Kirche. Der Sarkophag des Königs ist im neuen Stil des Barock gefertigt, der das sinnliche und überschwängliche feiert. Vanitas Symbole wie Schädel, umgehrte Fackeln und Sanduhren sind beliebte Symbole. Sie sollen zur Demut vor gott mahnen und den Betrachter an den Tod und die Vergänglichkeit aller irdischen Freuden erinnern.

Der geflügelte Schädel symbolisiert, daß sogar der absolute König dem Tod unterworfen war. Das Medaillon zeigt den König als römischen Kaiser gekleidet. Er ist von Lorbeerblättern eingerahmt, einem Siegessymbol. Die Frauenfiguren symbolisieren die Frömmigkeit durch ein umgekehrtes Füllhorn und die Gerechtigkeit durch verbundene Augen.

Christian 5. 1646-1699

Er war der Sohn von König Friedrich 3. und Sophie Amalie von Braunschweig-Lüneburg. Im Alter von vier Jahren wurde er zum Nachfolger seines Vaters gewählt. Als junger Mann begab er sich auf die grand Tour, die ihn u.a. an den Hof des absolutistischen französischen Herrschers Ludwig 14. führte. Bald nach seiner Rückkehr wurde er in die Regierungsgeschäfte miteinbezogen und damit auf seine königlichen Pflichten vorbereitet. Mit dem Souveränitäts- und Königsgesetz wurden der Absolutismus und die Erbmonarchie eingeführt. Zu seiner Krönung wurde eine neue Krone und ein neues Reichsschwert angefertigt.

Friedrich 4. 1671-1730

König von Dänemark und Norwegen, Herzog von Schleswig und Holstein, sowie Graf von Oldenburg und Delmenhorst. Er war der älteste Sohn von Christian 5. von Dänemark und dessen Gemahlin Charlotte Amalie von Hessen-Kassel.

Trotz unzureichender Ausbildung regierte Friedrich erfolgreich, wählte seine Berater persönlich aus und hielt Audienzen, in denen die einfache Bevölkerung zu ihm sprechen und Wünsche vortragen konnte. Er war jedoch durch seine deutschen Eltern ebenso wie durch seine deutschen Mätressen mit der dänischen Sprache wenig vertraut, die er nur bei feierlichen Anlässen benutzte; seine Tagebücher führte er auf deutsch und französisch

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